Außergewöhnliche Fälle zwischen Recht und Gerechtigkeit
von Hans Müncheberg

Erlebte und überlieferte Lebenslinien
284 Seiten, Paperback


Außergewöhnliche Fälle zwischen Recht und Gerechtigkeit

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ISBN 978-3-939305-71-2
EAN 9783939305712

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Kurzbeschreibung
Eine problemreiche Spanne zwischen Recht und Gerechtigkeit muss es seit Urzeiten gegeben haben. Schon im Buch des biblischen Propheten Amos findet sich die eindringliche Mahnung, Recht und Gerechtigkeit zu einer Einheit zu verbinden. Sie ist gerichtet an die, „...die ihr das Recht in Wermut verkehrt und die Gerechtigkeit zu Boden stoßt.“

Recht und Gerechtigkeit blieben über die Jahrhunderte ein Anliegen nachdenklicher Persönlichkeiten. So mahnte Immanuel Kant an der Schwelle zum 19. Jahrhundert: „Jedenfalls stünde es besser um die Menschheit, wenn man sich weniger auf Gnade und dergleichen Tugenden und Schwächen verließe, sich desto entschiedener aber auf Gerechtigkeit stützte.“

Vom „Menschenerzieher“ Heinrich Pestalozzi stammt die leider aktuell gebliebene Feststellung: „In den Abgründen des Unrechts findest du immer die größte Sorgfalt für den Schein des Rechts.“

Über den Autor
Hans Müncheberg, geboren 1929 in Templin, wurde bereits mit zehn Jahren auf die NS-Eliteschule (Napola) in Potsdam geschickt. Was er dort in den fünf Kriegsjahren – bis zum Einsatz als Kindersoldat - und in der Nachkriegszeit erlebte, hat er bereits in den achtziger Jahren in seinem autobiografischen Roman „Gelobt sei, was hart macht / Aus dem Leben eines Zöglings der Nationalpolitischen Erziehungsanstalt Potsdam“ beschrieben. Das Buch konnte allerdings erst 1991 in einer reduzierten, 2002 dann in seiner ursprünglichen Fassung erscheinen.

Ein Studium der Physik wurde ihm als Napola-Schüler zunächst verwehrt. Nach einem Arbeitseinsatz im Stahlwerk Riesa durfte er jedoch Pädagogik studieren. Freche Verse (mit vielen anderen in dem 2007 erschienenen Band „Vor Gericht, auf Reisen und sehr privat“ enthalten) führten dazu, dass er nicht nur zur Germanistik wechselte sondern auch seine knappen Mittel durch Mitarbeit an einer Sendereihe des Berliner Rundfunks aufbesserte.

Nach dem Staatsexamen konnte er im Herbst 1951 als Dramaturgieassistent im DEFA-Studio für Spielfilme seinen Hauptberuf von Grund auf erlernen. Nach einer existenziellen Konfrontation mit dem 1952 eingesetzten Hauptdirektor musste er das Filmstudio verlassen und eine Zeit unbezahlter Arbeitslosigkeit überstehen. Ab Februar 1953 war es ihm dann jedoch möglich, einen wesentlichen Anteil beim Aufbau der Fernseh-Dramaturgie in Berlin-Adlershof zu leisten.

Bereits in den 80er Jahren setzte er sich dafür ein, dass die äußerst bewegte Pionierzeit des Fernsehens in DDR nicht dem Vergessenwerden überlassen wurde. Daraus entstand eine umfangreiche Dokumentation, die nach der Wende schließlich als Archiv Müncheberg GbR vor der Vernichtung bewahrt werden konnte.

Über die Entwicklung des Deutschen Fernsehfunks, seine Arbeitskontakte mit Persönlichkeiten wie Friedrich Wolf, Leonhard Frank und Anna Seghers, die seinen Weg zum erfolgreichen Autor von rund 30 Fernsehspielen und –filmen wesentlich beeinflussten, schrieb er neben medienhistorischen Beiträgen und Anekdoten das reich illustrierte Erinnerungsbuch „Blaues Wunder aus Adlershof“, das inzwischen nicht mehr im Handeln sondern nur noch über sein Archiv zu erwerben ist.

Schon während seiner Jahrzehnte als Entwicklungsdramaturg und Autor setzte er sich in allen Rechtsfragen für Mitarbeiter des Fernsehens ein. Deswegen wählten sie ihn wieder und wieder als Schöffen für das Stadtbezirksgericht Berlin-Treptow. Dort wurden ihm auch Mandate als Pflichtverteidiger für jugendliche Angeklagte erteilt, bis er sich nach Ansicht der Staatsanwaltschaft zu stark für einen politisch inkriminierten Straftäter einsetzte. Nach 1978 blieb seine Schöffentätigkeit auf das Familienrecht begrenzt.

Als Mitglied des Verbandes der Film- und Fernsehschaffenden in der DDR, aber auch im Schriftstellerverband erweiterte sich sein juristisches Engagement auf das Gebiet des Urheberrechts. Das führte ihn von 1991 bis 1997 als ostdeutschen Vertreter in den Europäischen Schriftstellerkongress (EWC) und von 1994 bis 1997 in den Bundesvorstand des Verbandes deutscher Schriftsteller (VS).

All diese Erfahrungen halfen ihm schließlich, neben den ihm aus eigenem Erleben bekannten Gerichtsfällen, auch zwei historisch weit gespannte Lebenslinien in seinem neuesten Erzählungsband „Außergewöhnliche Fälle zwischen Recht und Gerechtigkeit“ literarisch zu gestalten.

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