Lucile
Willi van Hengel
134 Seiten, Paperback
ISBN 978-3-939305-08-8
Preis: 11,90 EUR
Erscheinungsdatum: 20.04.2006
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Eine junge Frau in einer existenziellen Krise. Mit zunehmender Vereinsamung beginnt sie, Briefe an ihre in Paris lebende, seelenverwandte Freundin Lucile zu schreiben. Vordergründiges Thema ist ihre allgegenwärtige, wachsende Sehnsucht nach André, ihrem Freund, der für zehn Tage zu einem Physikersymposium nach Dubrovnik gereist ist. Die Grenzen zwischen Phantasie und Wirklichkeit verwischen zunehmend.
So wird das Briefe-Schreiben zu einer Gratwanderung: Einerseits hilft es ihr, Halt und Orientierung zu finden, andererseits verschärft es noch ihre Zweifel: Ist denn André „real“ oder ebenfalls nur imaginiert? Ist sie am Ende selbst nur ihre eigene Erfindung? Ist es wirklich nur ein Vorurteil, dass man lebt?
Der Leser steht plötzlich am Rande eines Abgrundes: Die vermeintlich identitätsstiftende Funktion von Briefen kehrt sich in ihr Gegenteil, die Briefe werden zu Zeugnissen eines fortschreitenden Identitätsverlustes. Ein Experiment mit ungewissem Ausgang: Findet sie aus dem Strudel heraus? Spürt sie bald wieder festen Boden unter den Füßen?
Denn das Leben fragt nicht nach dem Sinn ... Nur Leidende hängen an der Liebe, wie die Wirklichkeit an ihnen.


