Biographie einer Unbekannten
Helmut May
Nach Aufzeichnungen ihres Sohnes von einem stillen Bewunderer erzählt
600 Seiten, Paperback
ISBN 978-3-939305-21-7
Preis: 24,90 EUR
Erscheinungsdatum: 01.11.2009
Mitten in Deutschland, am Südhang des Taunus, befindet sich in einer ungenannten Stadt in Rheinnähe die Hochstätt“, eine schäbige Seitengasse, ein unbedeutender Winkel mit miserabler Reputation. Hier nimmt in Wilhelminischer Zeit eine „Jahrhundertbiographie“ ihren Ursprung und Angelpunkt, die Lebensgeschichte der 1901 geborenen und 1999 verschollenen Karoline Hellbard, geb. Engel. Karoline, weder sonderlich begabt noch sonstwie begünstigt, hat es nicht leicht in der Welt. Ohne große Bildung lebt sie ein entbehrungsreiches Leben in großer Bescheidenheit. Aber sie lässt sich nicht unterkriegen, nicht von Potentaten und ihren Untertanen, nicht von zwei Kriegen, nicht von Pseudo-Demokraten und Konsumrittern, nicht von den Männern.Die Erzählung eines „stillen Bewunderers“ ergreift vehement und unverhohlen Partei: Sie ist eine Aufforderung an die Geschichtsschreibung, endlich von den „Hochstätts“ dieser Welt zu berichten, von den „einfachen Leuten“, von dort, wo Haupt- und Staatsaktionen gewöhnlich ausgebadet werden. Und sie ist zugleich ein Appell an die Zeitgenossen, im unablässigen Run nach Fortschritt, Gewinn und Vormachtstellungen verlorengegangene Ursprünglichkeit, Menschlichkeit, Kreatürlichkeit wiederzufinden in der Hoffnung, dass auf unserem blauen Planeten endlich einem bescheideneren Menschsein im Einklang mit der Natur mehr Raum zugestanden werden möchte.
Doch mit des Geschickes Mächten
Hannelore Nawratil
Lebenserinnerungen
328 Seiten, Hardcover
ISBN 978-3-939305-41-5
Preis: 19,90 EUR
Erscheinungsdatum: 26.09.2008
Hannelore Nawratil wurde in den zwanziger Jahren in Eilenburg geboren. Gegen Kriegsende verpflichtet man sie zum Arbeitsdienst. Nach dem Krieg schloß sie ihre Schulzeit mit Abitur ab. Statt des geplanten Studiums erfolgte eine Kurzlehre im Schneiderhandwerk mit Gesellenprüfung, danach im Herbst 1948 die Flucht in den Westen. Während entbehrungsreicher Jahre in München absolvierte sie die Modeschule und war anschließend im Bereich Haute Couture tätig.
Drei Jahre nach der Hochzeit ließ sich ihr Mann 1960 im Voralpenland in einem kleinen Fremdenverkehrsort als Arzt nieder. Neben der Erziehung ihrer drei Söhne unterstützte sie die Praxistätigkeit ihres Mannes bis zu dessen Tode.
Es ist fast in Vergessenheit geraten, dass der Weg in eine wirtschaftlich gesunde Zukunft nach dem Zweiten Weltkrieg im Osten wie im Westen hart und entbehrungsreich war.
Diese anschaulich geschriebenen Erinnerungen einer in Ostdeutschland aufgewachsenen Frau sind mit viel Herzenswärme und Lebenserfahrung verpackt. Dieses Buch ist gleichzeitig ein Dank an die Eltern der Autorin, eine Liebeserklärung an ihre zweite Heimat Ruhpolding und ein Vermächtnis an ihre Söhne.
Lebenserinnerungen, die Herz und Verstand ansprechen, aus einer Zeit, die sowohl die junge, fragende Generation, als auch Zeitzeugen anrühren werden
Bollo auf U 4706
Inge Ursula Trull
233 Seiten, Paperback
ISBN 978-3-939305-35-4
Preis: 14,80 EUR
Erscheinungsdatum: 02.10.2007
Nach dem Tod ihres Vaters fand Inge Ursula Trull seine Kriegstagebücher und seine Aufzeichnungen, die er unmittelbar im und nach dem Zweiten Weltkrieg niedergeschrieben hatte. Sie entdeckt einen ihr völlig unbekannten Vater. Wie so viele Soldaten, die den Krieg überlebt hatten, sprach er nur sehr wenig von seinen Erlebnissen.
Ende 1941 beginnt der siebzehnjährige Heinrich Trull seine militärische Ausbildung bei der Marine. Nach der Grundausbildung auf dem Dänholm besucht er die Marineschule Mürwik in Flensburg und wird nach weiteren Lehrgängen am 7. Februar 1945 Leutnant und Offizier auf der U 4706. Wegen der langen Ausbildung kommt er allerdings nie zum Einsatz an die Front.
Die Aufzeichnungen Heinrich Trulls sind ein zeitgeschichtliches Dokument. Sie geben einen authentischen Einblick in das Denken eines jungen Soldaten. Es sind diese Geschichten der Einzelnen, die unser Bild vom Zweiten Weltkrieg und von Deutschland zur Zeit des Nationalsozialismus aus der Perspektive „von unten“ erweitern.
Jahrgang ´32
Jochen Erler
126 Seiten, Paperback
ISBN 978-3-939305-13-2
Preis: 10,80 EUR
Erscheinungsdatum: 09.08.2006
Jochen Erler beschreibt die Geschichte seiner Familie und seines Lebens.
Als Zeitzeuge der sozialen Katastrophen und gesellschaftlichen Umwälzungen in Deutschland erlebt der gebürtige Dresdner drei politische Systeme hautnah. Aufgrund seines kontinuierlichen, couragierten Engagements für Gerechtigkeit und Menschenrechte und aufgrund seines Misstrauens gegenüber Ideologien und selbsternannten Autoritäten ist er immer wieder Diskriminierungen und Verfolgungen ausgesetzt.
Schon als Jugendlicher im Dritten Reich gerät er mit der Obrigkeit in Konflikt. Als junger Mann wird er von der Stasi verfolgt und 1951 zu sechs Jahren Zuchthaus in Bautzen verurteilt. Nach seiner Flucht in den „Goldenen Westen“ wird Jochen Erler Jurist und arbeitet bei der UN in New York und der OECD in Paris. Aber auch das diplomatische Parkett ist glatt, wieder wird Jochen Erler beschattet, wird zum Objekt geheimdienstlicher Ermittlungen.
Jochen Erlers Biografie beginnt in den letzten Kriegsjahren und endet mit der Einsicht in seine Stasiakten nach dem Mauerfall. Ein außergewöhnliches Buch und eine spannende Begegnung mit erlebter deutscher Geschichte.
Doppelgänger seiner Selbst
Jürgen Pütz
Der Erzähler Vigoleis Thelen
308 Seiten, Paperback
ISBN 978-3-939305-26-2
Preis: 25,00 EUR
Erscheinungsdatum: 04.08.2006
Wenn es in der Literatur des 20. Jahrhunderts überhaupt noch etwas zu entdecken gibt, so muß man seinen Namen nennen:
Albert Vigoleis Thelen. Über Leben und Werk dieses Sprachgenies und Geschichtenerzählers informiert das Buch in umfassender Weise. Dabei wird Thelens gespanntes Verhältnis zur „Gruppe 47“ ebenso analysiert wie seine Erfindung einer neuen Form autobiographischen Erzählens.
Die vorliegende Thelen-Monographie ist die aktualisierte Fassung der Dissertation, mit der Jürgen Pütz 1989 an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln promoviert hat.
Der im April des Jahres 1989 verstorbene Albert Vigoleis Thelen hat große Teile der Monographie noch gelesen und insbesondere den biographischen Teil mit wertvollen Korrekturen und Ergänzungen versehen.
Ein ausführlicher Materialteil sowie der Abdruck unveröffentlichter Briefe Thelens runden die Monographie ab.








